ängste meines lebens, teil 2
wie schon bei meiner ersten angst, kommt auch in dieser folge meine oma ursel wieder ganz schlecht weg - dieses mal sogar in opas begleitung.
es muss wohl immer noch die zeit des großen star-wars-hype gewesen sein, denn aus irgendeinem grund waren zu diesem zeitpunkt spielzeugroboter sehr beliebt. und für eben solchen hatten sich oma und opa als jeweiliges weihnachtsgeschenk für ihre enkel ausgesucht. mein gleichaltriger cousin m. bekam sein geschenk traditionell am heiligen abend und gab den roboter den rest des abends auch nicht mehr aus der hand. ich dagegen musste bis zum ersten weihnachtsfeiertag auf mein geschenk warten.
als sich die familie also am 1. feiertag in unserem wohnzimmer zum weihnachtskaffee versammelt hatte, überreichten mir oma und opa siegessicher ihr geschenk - schließlich hatten sie ja bei ihrem anderen enkel bereits in schwarze getroffen. freudestrahlend riss ich das verpackungspapier vom karton - und brach beim anblick meines geschenks in tränen aus! in diesem moment muss mich mein opa für ein besonders undankbares kind gehalten haben: "so ein verwöhnter junge! dein cousin hat sich darüber gefreut! schau mal, was das ding alles kann!!"
mit diesen worten schlug er mit der hand auf den roten knopf auf dem kopf des roboters - worauf dessen rote augen bedrohlich zu blinken begannen, das monstrum sich auf mich zu bewegte und seine blechernde stimme zu mir erhob: "hallo! hallo! ich bin robbie!" - voller blankem entsetzen sprang ich auf und rannte schreiend aus dem zimmer!
oma und opa taten es mir im übrigen nach, und zum zweiten mal innerhalb eines jahres herrschte funkstille und zwietracht in der familie und ich rutschte in der hitliste der beliebtesten enkelkinder auf einen der unteren ränge...
beingboring - 4. Mai, 19:03
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micha (anonym) - 5. Mai, 14:02
wahnsinn, ist das eine geile geschichte. lustig und süß und ein bisschen traurig.


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